Semele

Georg Friedrich Händel

Musikalisches Drama in drei Akten [1744] | In englischer Sprache

Faust-Preis-Gewinnerin Nicole Chevalier, die zuletzt mit ihren sensationellen Auftritten in »Les Contes d’Hoffmann« und »Die schöne Helena« die Köpfe der Männer- und Damenwelt verdrehte, betört nun als Titelheldin Semele den Göttervater selbst. Als Jupiter in voller darstellerischer und sängerischer Pracht glänzt Barock-Crack Allan Clayton, der als tragischer Held in Barrie Koskys Inszenierung »Castor et Pollux« bereits Erfahrungen mit der antiken Götterwelt sammeln konnte.

Jupiter, Gott der Götter und großer Verwandlungskünstler, wenn es um die Eroberung begehrenswerter Frauen geht, ent- und verführt die Königstocher Semele. Juno, Jupiters zutiefst gekränkte Gattin, setzt alles daran, der hemmungslosen Affäre ein Ende zu setzen. Sogar den verpennten Gott Somnus bittet sie um Hilfe. Auch sie setzt auf die Kraft der Verwandlung: Der Nebenbuhlerin erscheint sie als deren Schwester Ino und überredet sie, Jupiter dazu zu bringen, sich ihr in seiner wahren göttlichen Erscheinung zu zeigen. Semeles Ehrgeiz ist stärker als Jupiters männlicher Widerstand. So aber ist ihr Schicksal besiegelt: In den sengenden Strahlen der Götterblitze geht sie grausam zugrunde. Aus Semeles Asche jedoch ersteht ein ungeborenes Kind: Bacchus, Gott des Rausches, der Maßlosigkeit und der Ekstase.

#KOBSemele

https://www.komische-oper-berlin.de/programm/spielplan/2018-05/semele/616/

© Jan Windszus Photography
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